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Im Kurz-Interview Gedas Lucinskas, LY9A, und Mindis Jukna, LY4L.

Das Team aus Litauen hat mit über 5200 QSOs und mehr als 5,9 Mio Punkte die WRTC 2018 mit großem Abstand sehr wahrscheinlich für sich entschieden. Die Station wurde mit zwei YAESU FTDX-5000 betrieben. Wie bei allen anderen Contest-Stationen wurde ein HD-Spider-Beam mit einem eingebauten 40m-Dipol eingesetzt. Mit einer speziell für die WRTC von WIMO angefertigten Dipol-Antenne wurde auf 80m gefunkt. Der Spider-Beam war in 12m Höhe an einem Aluminium-Schiebenmast angebracht und kurz darunter befand sich die Einspeisung für den 80m-Dipol. Paul Bigwood, G3WYW, vom Prime-Sponsor YAESU freute sich mit dem Siegerteam aus Litauen und ließ es sich nicht nehmen, an der site in Annaburg dem erfolgreichen Team herzlich zu gratulieren. Er ließ sich die Station zeigen. Ein wahrlicher „hotspot“, denn im Stationszelt kletterte die Temperatur locker auf fast 40°C. „Eine phänomenale Leistung der Freunde aus Litauen und ich bin beeindruckt und begeistert gleichermaßen“, sagte Paul im Beisein der Mannschaft.

Nach und nach treffen die Wettkampfteams mit ihren Schiedsrichtern im Wittenberger Luther-Hotel ein. Hinter ihnen liegen 24 Stunden Wettkampf. Viele tausend Verbindungen sind in den Logbüchern festgehalten. Jetzt sind die USB-Sticks an die Auswerter übergeben worden und die Logbuchdateien werden einer strengen Kontrolle unterzogen. Morgen wissen wir mehr dazu, wie sich die Platzierungen der 63 Teams im Einzelnen darstellen.

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Beobachtungen bei ABG-3
Sonntag, 14.00 Uhr, Contestende. Tiefes Durchatmen bei den Dreien an der Site ABG-3. 24 Stunden liegen hinter ihnen. Schiedsrichter Michael Fulcher, KC7V, kommt aus dem Zelt, spricht kurz mit uns und bittet darum, dass wir vom Medienteam uns noch etwas gedulden mögen. „Klar doch, wird gemacht“, erwidere ich in gebrochenem Englisch bevor wir Michael das Zelt wieder mit dem Reißverschluss verschließt.
Unterdessen versammeln sich immer mehr „Volunteers“ und „Organizers“ auf dem trockenen, staubigen Feld etwa 6 km südöstlich von Jessen. Mehrere Fotografen haben sich schon vor dem Zelteingang aufgebaut, um den Moment abzupassen, an dem die Operator von Y81N nach etwas mehr als 24 Stunden das Zelt verlassen. Ruhige, sachlich klingende Gesprächsfetzen dringen aus dem Zelt nach außen. Leichte Ungeduld macht sich breit. „Nun macht hinne,“ denkt einer der Umstehenden laut und augenzwinkernd.

Hat es das Team aus Litauen tatsächlich geschafft? Mit mehr als 5,9 Mio Punkten liegen Gedas, LY9A, und Mindis, LY4L, deutlich vor dem deutschen Team mit Manfred, DJ5MW, und Stefan, DL1IAO. Die Deutschen erreichten 5,3 Mio Punkte. Ob es bei den Punktezahlen bleibt, steht nicht fest, denn jetzt ist die Stunde der Auswerter. Der Datenträger mit den Funkverbindungen liegt dem Auswerteteam vor. Auf die Anrufe „CQ contest, Y81N, CQ Test de Y81N“ der Litauer folgten 5212 Funkverbindungen. Mit Contestende erreichte die deutsche Mannschaft 4974 Funkverbindungen.
Welches Team auf weiteren Plätzen folgt ist offen, da die Punktabstände zwischen Platz drei bis sechs sehr gering sind. Zur Zeit liegen die Goldmedaillen-Gewinner von 2014 aus den USA auf Platz drei gefolgt von den Teams aus Slowenien, der Ukraine und Bulgarien. Wer am Ende die Plätze belegt und ob sich bei den vorn liegenden Mannschaften noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.
Wieviel Punkte nach der Auswertung bei allen Teams übrigbleiben, liegt jetzt in den Händen der Auswerter die alles genau nachprüfen.
Wer das scoreboard verfolgte, erkannte, wie schnell sich die Platzierungen der Teams änderten.
Was für die Zuschauer interessant und spannend war, blieb den Wettkampfteams verborgen, denn –so sehen es die Wettkampfbedingungen vor-  an den Funkstationen ist Smartphone, Internet & Co. absolut tabu. Selbst die Schiedsrichter verfügen nur ein einfaches Telefon für Notfälle oder Fragen an die Organisatoren und Wettkampfrichter. Deshalb sind erst heute nach 14.00 Uhr für die Wettkampfteams die Überraschungsmomente gesetzt: Wo sind wir gelandet und wo unsere Konkurrenten? Den Teams steht Erschöpfung und Erleichterung gleichermaßen im Gesicht geschrieben. Nach 24 Stunden höchster Konzentration auf die Funksignale stehen jetzt Entspannung und Erholung an. Aber das wird nicht jedem Team sofort gelingen, denn der Adrenalinspiegel sinkt nur allmählich. Deshalb wird sich nicht jeder sofort schlafen legen können.
Es ist wohl eine Mischung aus Glücksgefühlen, der Freude über das Erreichte und es endlich „hinter sich zu haben“, die bei allen 63 Teams und den ebenso wichtigen Schiedsrichtern vorherrschend ist.

Wir wollen Dein Log, dafür bekommst du das Assisant Judge Diplom (bis zum Sonntag, dem 15. Juli 2018 1800 UTC)!!!
https://www.dxhf.darc.de/~wrtc2018/upload.cgi

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